Christliche Flüchtlinge in Deutschland

Mangelnder Schutz religiöser Minderheiten in Deutschland

Christliche Flüchtlinge in Deutschland

Christliche Flüchtlinge in Deutschland

Hunderttausende Flüchtlinge sind in den vergangenen Jahren nach Deutschland gekommen, um Zuflucht vor Krieg und Terror zu suchen. Die Herausforderungen, die diese Situation mit sich bringt, fordern auch den Dienst von Open Doors.

Vielfach haben uns Hilferufe von christlichen Flüchtlingen erreicht, die in den deutschen Flüchtlingsunterkünften von ihren muslimischen Mitflüchtlingen drangsaliert und bedroht worden sind. In einer großangelegten Erhebung hat Open Doors diese Vorfälle gesammelt und dokumentiert, um auf die Situation dieser Christen hinzuweisen und die Politik zum Handeln aufzufordern.

Direkt zur Erhebung

 

In dem Bestreben, mehr Flüchtlinge abzuschieben, wird häufig auch Christen (insbesondere solchen, die früher Muslime waren) der weitere Aufenthalt in Deutschland verweigert. Als Entscheidungsgrundlage für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis dienen dabei umstrittene Anhörungen durch das BAMF, bei denen der Glaube der Christen „geprüft“ wird. Für Christen muslimischer Herkunft kann die Rückkehr in ihre Heimat jedoch lebensgefährlich sein – in vielen Staaten steht auf Apostasie (den Abfall vom Islam) die Todesstrafe. Auch die Ermordung durch extremistische Gruppierungen oder die eigene Großfamilie ist möglich.

Auf dieser Seite informieren wir Sie über die Situation christlicher Flüchtlinge in Deutschland und zeigen Ihnen auch, wie Sie selbst aktiv werden und helfen können. Ihr persönlicher Einsatz zählt!

Wie kann ich helfen?

Religiös motivierte Übergriffe auf christliche Flüchtlinge

Am 17. Oktober 2016 veröffentlichte Open Doors die Ergebnisse einer deutschlandweiten Erhebung zu religiös motivierten Übergriffen auf christliche Flüchtlinge in Deutschland. Dazu wurden die Aussagen von 743 Betroffenen dokumentiert, die Diskriminierung, Bedrohung und tätliche Gewalt erfahren haben.

Bereits nach der Pressekonferenz am 9. Mai, bei der Open Doors gemeinsam mit anderen Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen auf die Verletzungen der Religionsfreiheit in deutschen Flüchtlingsunterkünften hingewiesen hatte, wurde die Problematik von den Medien breit aufgegriffen und in der Öffentlichkeit diskutiert. Inzwischen wurden vereinzelt erste positive Maßnahmen zum Schutz christlicher Flüchtlinge ergriffen, doch eine umfassende, bundesweite Lösung steht noch aus.

Wie kann ich helfen?

Viele christliche Flüchtlinge konnten dank der Hilfe unzähliger Ehrenamtlicher bereits Fuß in Deutschland fassen und ein neues Leben beginnen. Doch andere benötigen weiterhin Unterstützung beim Ankommen in der neuen Heimat. Zudem häufen sich die Berichte von christlichen Flüchtlingen, die abgeschoben werden sollen – obwohl ihnen in ihrer Heimat wegen ihrer Hinwendung zum christlichen Glauben der Tod droht.

Uns haben viele Hilferufe von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit erreicht und wir appellieren an Gemeinden und Privatpersonen, unsere Geschwister zu unterstützen! Die Plattform „Deutschland-Begleiter“ von VisioM vernetzt Helfer und Kirchengemeinden.

Danke für Ihren Einsatz!

Deutschland-Begleiter

Um christliche Gemeinden und Ehrenamtliche in der Arbeit mit Flüchtlingen zu vernetzen, möchten wir Ihnen das Portal „Deutschland-Begleiter“ von VisioM vorstellen – erfahren Sie hier mehr und vernetzen Sie sich mit anderen Flüchtlingshelfern!

An Gemeinden: Bitte helft christlichen Flüchtlingen!

Markus Rode, Leiter von Open Doors Deutschland, bittet Christen aller Kirchen und Gemeinden, sich weiter und vermehrt für ihre geflüchteten Geschwister einzusetzen.

Weitere Themen / Positive Beispiele

Basierend auf der Befragung von 753 Flüchtlingen, die religiös motivierte Gewalt erlitten haben, fordert Open Doors gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen die zuständigen Verantwortungsträger dazu auf, die gesetzlich garantierte Religionsfreiheit auch in Flüchtlingsunterkünften zu gewährleisten.
Oktober 2015 – Nachdem Open Doors im vergangenen Jahr zahlreiche Anfragen von Gemeinden erhielt, wie mit der überwältigenden Menge der nach Deutschland kommenden Flüchtlinge umzugehen sei, hat Markus Rode, Leiter von Open Doors Deutschland, eine Stellungnahme zu diesem Thema verfasst.
Die Aufklärung der religiös motivierten Übergriffe auf christliche Flüchtlinge in der HEAE Rotenburg a. d. Fulda sollen als positives Beispiel dienen und zeigen, wie Flüchtlingen, die als religiöse Minderheit in Asylunterkünften leben, geholfen werden kann.
Das hessische Innenministerium hat gemeinsam mit dem Sozialministerium und Kirchenvertretern einen Plan erstellt, wie von religiösen Konflikten betroffene Minderheiten in den Flüchtlingsunterkünften wirksam geschützt werden können. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind eine gute Grundlage, um religiös motivierter Gewalt vorzubeugen.
Januar 2015 – Wenn wir verfolgten Christen, die seit Generationen in islamischen Ländern leben, erklären würden, der Islam sei friedlich, so würden sie das als eine weitere Demütigung und Ungerechtigkeit empfinden. Denn sie zahlen gerade deshalb einen hohen Preis, weil sie mit einem Islam konfrontiert sind, der ihnen verbietet, ihren Glauben frei zu bekennen.
Flüchtlingssituation: Kirchenleiter im Nahen Osten fühlen sich vergessen

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