Start einer Gebetsgruppe für verfolgte Christen

Start einer Gebetsgruppe für verfolgte Christen

 

„Das Gebet des Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist.“ (Jakobus 5,16)

 

In Gebet liegt Kraft. Noch mehr – wo sich Christen versammeln, um gemeinsam zu beten, dort hat Jesus versprochen, mitten unter ihnen zu sein. Gebet ist unser wichtigstes Mittel, um unsere verfolgten Geschwister in aller Welt zu unterstützen. Deshalb haben bereits viele Christen in Deutschland Gebetsgruppen gegründet, um gemeinsam für die einzustehen, die wegen ihres Glaubens an Jesus leiden. Wenn auch Sie eine solche Gruppe starten möchten, haben wir einige Ideen und Tipps zusammengestellt, um Ihnen den Start so leicht wie möglich zu machen. Bitte sehen Sie diese Anregungen nicht als verpflichtende Anleitung an – sie sollen Ihnen vielmehr helfen, starten zu können und Ihren eigenen Weg mit Ihrer Gebetsgruppe zu finden.

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Vorbereitung: Organisation

Eine Gemeinschaft zu starten, kann einiges an Aufwand bedeuten. Deshalb haben wir Ihnen einige Tipps zusammengestellt, um Ihnen bei der Organisation zu helfen und auf wichtige Punkte, die es oftmals zu beachten gilt, hinzuweisen.

  • Mitbeter suchen: Welche meiner Freunde haben ebenfalls das Anliegen, für verfolgte Christen zu beten? Sie können in der eigenen Gemeinde oder in Nachbargemeinden suchen. Fragen Sie Kollegen oder Kommilitonen!
  • Termine vereinbaren: Wo treffen wir uns, wann und wie oft? Wie lange sollen unsere Treffen dauern? Auch wenn verbindliche und regelmäßige Treffen zu empfehlen sind, sollte die Gruppe für niemanden als Belastung und Pflicht empfunden werden – Gott liebt es, wenn wir aus reinem Herzen dienen.
  • Treffen inhaltlich vorbereiten: Was ist die Ausrichtung unserer Gruppe? Beten wir nach dem Gebetskalender? Wollen wir für ein bestimmtes Land beten? Für ein bestimmtes Thema (z.B. Frauen, Kinder, etc.)? Für eine bestimmte Situation oder bestimmte Personen?
  • Den richtigen Ort finden: Wo sollen wir uns treffen? Gebetstreffen können beispielsweise in privaten Häusern oder Gemeinden stattfinden. In privaten Häusern sollte darauf geachtet werden, dass die Treffen nicht durch Familienangehörige, Telefonate etc. gestört werden. Der Ort sollte eine Atmosphäre schaffen, in der jedem Teilnehmer das Gebet so einfach wie möglich gemacht wird. Aus praktischen Gründen sollte der Ort möglichst zentral für alle Beteiligten sein.

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Vorbereitung: Inhalt & Material

Wenn Sie ein Treffen vereinbart haben, gilt es, dieses auch inhaltlich vorzubereiten. Wir stellen Ihnen gerne verschiedenstes Material bereit, das Sie für die Treffen verwenden können. Wie Sie sich inhaltlich ausrichten wollen und wofür Sie beten, bleibt Ihnen dabei natürlich selbst überlassen.

  • Gebetskalender: Im Gebetskalender, der unserem Monatsmagazin beiliegt, finden Sie für jeden Tag ein Gebetsanliegen zu einem bestimmten Land und meistens einer konkreten Situation. Die Anliegen sind nach Regionen geordnet. Gerade für den Beginn kann der Kalender eine große Hilfe sein.
  • Monatsmagazin: Im Monatsmagazin berichten wir immer wieder aus einem oder mehreren Ländern oder zu einem Themenkomplex und geben die Geschichten von verfolgten Christen weiter. Das Magazin können Sie kostenlos bestellen.
  • Länderprofile: Um die Hintergründe besser zu verstehen und die Länder, für die Sie beten, besser kennenzulernen, können Sie sich auf unserer Homepage detailliert zu der Situation von Christen in bestimmen Ländern informieren. Dort finden Sie Informationen zu den Gründen für die Verfolgung und die Auswirkungen dieser auf die Gemeinde im Land.
  • Weltverfolgungsindex: Als Erinnerung und zur Visualisierung und besseren Orientierung können Sie eine Karte des aktuellen Weltverfolgungsindex kostenlos bestellen.
  • Aktuelle Nachrichten: Wir berichten online von aktuellen Themen und Situationen aus der verfolgten Kirche. In unserer Meldungsübersicht können Sie die Meldungen herunterladen und ausdrucken. Hier finden Sie auch konkrete Gebetsanliegen.
  • Gebetskampagnen: Informationen zu den Gebetskampagnen für Nordkorea und die islamische Welt („Gefährlicher Glaube“) können kostenlos bestellt werden. 

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Die Treffen

Um die ersten Treffen zu erleichtern, haben wir einige Tipps und Ideen zusammengestellt, die sich als zielführend erwiesen haben. Diese sind nur als Anregungen zu verstehen – sie können beliebig kombiniert oder ausgelassen werden. Oder Sie stellen einfach ein eigenes Konzept auf. Sie werden sehen: Nach einigen Treffen wird sich ganz automatisch eine für ihre Gruppe passende Dynamik entwickeln.

  • Mit Kaffee oder Tee eine entspannte Atmosphäre schaffen
  • Material verteilen. Für alle ein Exemplar bereithalten, damit das Gebet leichter fällt und sich Namen und Umstände leichter aufnehmen lassen. Start mit einem passenden Bibelwort, kurzem Lobpreis oder einer Andacht aus einem Andachtsbuch
  • Einen kleinen Bericht aus dem Monatsheft lesen, um die Teilnehmer an die Ereignisse heranzuführen
  • Sich mit einem bestimmen Land anhand von Länderprofilen, Meldungen und Berichten detaillierter auseinandersetzen
  • Konzentriert die Gebetsanliegen durchgehen, Fragen klären
  • Gemeinsam für die Anliegen beten
  • Am Ende die Leiterin/den Leiter mit Gebet abschließen lassen
  • Zuhause kann jeder die Anliegen im Gebet persönlich weiter bewegen. So wird die Fürbitte nach einiger Zeit ein Herzensanliegen. Das vorbereitete Material, evtl. Kopien können von allen mitgenommen werden.

Zusätzlich kann die Gruppe sich an den aktuellen Schreibaktionen mit Ermutigungsbriefen beteiligen und so Christen, die in Verfolgung stehen, dienen (z. B. in einem Land, für das gebetet wurde)

Bitte beachten: Sehr persönliche Berichte gehen manchen sehr nahe. Viele Schicksale sind bewegend, seien Sie deshalb sensibel im Umgang miteinander und achten Sie darauf, dass die Teilnehmer emotional nicht überfordert werden. Legen Sie die Menschen, für die sie beten, Jesus hin und lassen Sie ihre Probleme nicht zu Ihren eigenen Sorgen werden.

Wir wünschen Ihnen Gottes Segen und viel Freude im erwartungsvollen Gebet!

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